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Kann-Kinder einschulen oder nicht?

In Deutschland beginnt die Schulpflicht für Kinder von sechs Jahren. Wer an einem festgelegten Stichtag sechs Jahre alt wird, muss nach den Sommerferien eingeschult werden. Das festgelegte Datum variiert dabei von Bundesland zu Bundesland. Schleswig-Holstein, Sachsen und Hessen sind mit dem 30.06. beispielsweise relativ früh dran. Den spätesten Termin haben unter anderem Bayern und Niedersachsen mit dem 30. September. Dabei handelt es sich um die sogenannten Muss-Kinder. Es gibt aber auch jede Menge Kann-Kinder. Also Kinder, die unmittelbar nach dem Stichtag geboren sind. Bei ihnen besteht prinzipiell die Möglichkeit, sie frühzeitig einzuschulen. In der Regel müssen die Eltern entscheiden, ob ihr Kind ein Jahr früher zur Schule geht oder nicht.

Diskussion um Schulfähigkeit

Die Experten in Deutschland gehen davon aus, dass Kinder mit etwa sechs Jahren die körperlichen, geistigen, sprachlichen, emotionalen und sozialen Voraussetzungen für den Schulbesuch erfüllen. Im Vergleich zu anderen Ländern ist die Bundesrepublik aber relativ spät: In den Niederlanden besteht die Schulpflicht zum Beispiel bereits ab vier Jahren. Deutsche Kinder sind im Durchschnitt 6,8 Jahre alt bei ihrer Einschulung. Für ein früheres Alter der Schulpflicht benötigt man natürlich das entsprechende Schulsystem. Besonders bei jüngeren Kindern prüfen Schulfähigkeitstests, ob eine frühzeitige Einschulung in Frage kommt. Oftmals bestehen diese jedoch nur aus einer reinen Wissensabfrage. Armin Krentz vom Institut für Angewandte Psychologie und Pädagogik in Kiel sieht darin einen Fehler. Schulfähigkeit sei vielmehr die Summe aus Verhaltensmerkmalen und Leistungseigenschaften. Der Fokus sollte auf emotionaler und sozialer Schulfähigkeit liegen. Dazu gehört beispielsweise, ob das Kind ein Verständnis von Regeln hat oder ob es die benötigte Leistungsbereitschaft zeigt. Die Eltern und Pädagogen sollten außerdem auch die körperlichen Fähigkeiten nicht außer Acht lassen, damit das Kind den Schulalltag übersteht. Erst wenn man diese Aspekte ganzheitlich betrachtet, lässt sich entscheiden ob man Kann-Kinder einschulen sollte oder nicht.

Schwierige Entscheidung für die Eltern

Die Entscheidung, ob man Kann-Kinder einschulen sollte, gestaltet sich für die Eltern oft schwierig. Sie müssen dabei eine ganze Reihe an Aspekten beachten. So wird ihr Kind immer jünger als seine Mitschüler sein und muss entsprechendes Selbstbewusstsein mitbringen, um sich durchzusetzen. Auch wenn das Kind die Schulaufgaben stets erfolgreich bewältigt, besteht die Gefahr, dass es immer langsamer ist als andere. Viele Eltern denken, dass ein früherer Schulabschluss ihrem Kind einen Vorsprung verschafft. Studien haben aber gezeigt, dass frühzeitig eingeschulte Kinder häufiger eine Klasse wiederholen müssen als Muss-Kinder. Nicht zu vergessen, dass sich die Kindheit generell um ein Jahr verkürzt. Eltern sollten sich bei der Entscheidung besonders an den Kinderarzt und die Erzieher im Kindergarten wenden. Bei der U9 Vorsorgeuntersuchung überprüft der Arzt körperliche, soziale, geistige, emotionale und sprachliche Fähigkeiten und kann seine Einschätzung abgeben. Die Erzieher können hingegen das Verhalten des Kindes in einer sozialen Gruppe einschätzen und einen Vergleich zu gleichaltrigen Kindern ziehen. Bei vielen Kann-Kindern wird die Entscheidung dadurch beeinflusst, ob die Freunde auch schon eingeschult werden oder ein Jahr im Kindergarten bleiben. Eltern sollten sich im Vorfeld zudem die Schule ansehen. Die absehbare Klassengröße kann bei der Entscheidung ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Allgemein sind Kinder besser auf die Schule vorbereitet, wenn bereits im Kindergarten viele Bildungselemente eingebaut wurden. 

Bildquelle: ©ISTOCK.COM/skynesher

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