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Abschaffung der Bundesjugendspiele – Pro und Contra

Jedes Jahr kurz vor den Sommerferien ist es wieder soweit: Die Bundesjugendspiele stehen an. Alle Schüler in Deutschland sind an der Teilnahme verpflichtet. Sie messen sich dann in einem Dreikampf aus Werfen, Laufen und Springen. Mit ihren Leistungen können sie Punkte sammeln und erhalten entsprechend eine Sieger- oder Ehrenurkunde. Damit kein Schüler leer ausgeht, wurde 1991 die Teilnahmeurkunde eingeführt. Die Sportveranstaltung blickt auf eine lange Tradition zurück, die bereits tausende Schulreformen überstanden hat. Der Sportwissenschaftler Carl Diem, der Gründer der Deutschen Sporthochschule Köln, regte die Schulsportveranstaltung an. Die Reichsjugendkämpfe fanden erstmals 1920 statt. Nach dem Zweiten Weltkrieg führte das Bundesministerium für Jugend, Familie und Gesundheit die Bundesjugendspiele 1951 wieder ein. Eine Petition einer dreifachen Mutter zur Abschaffung der Bundesjugendspiele erhielt 2015 schnell tausende Unterstützer. Seitdem diskutiert ganz Deutschland, ob die Bundesjugendspiele noch zeitgemäß sind.

Bundesjugendspiele als sportlichen Wettkampf erhalten

In der aktuellen Diskussion sprachen sich in einer Gegenpetition viele dafür aus, die Bundesjugendspiele zu erhalten. Denn die Sportveranstaltung fördere Disziplin, Ehrgeiz und Teamfähigkeit der Kinder. Schüler aus wenig sportbegeisterten Familien könnten zudem durch die Bundesjugendspiele für eigene sportliche Aktivitäten begeistert werden. Besonders in einer Zeit, in der immer weniger Kinder Sport machen, sei die verpflichtende Bewegung wichtig. Die Befürworter sehen in dem viel kritisierten Leistungsvergleich einen innewohnenden Nebeneffekt des Sports. Besonders gute Sportler profitieren von den Bundesjugendspielen: Eine Ehrenurkunde baue das Selbstbewusstsein nach einer schlechten Note schnell wieder auf. Denn die Notengebung in anderen Schulfächern verursache ebenso Vergleichbarkeit und Konkurrenz.  Andererseits lernen körperlich schwächere Kinder so, mit Misserfolg umzugehen. Die Unterstützer der Bundesjugendspiele sehen in der Forderung nach der Abschaffung eine übertriebene Fürsorge vieler Eltern. In der Pflicht sehen sie vielmehr die Sportlehrer, die ihre Schüler individuell und frühzeitig auf den sportlichen Wettbewerb vorbereiten müssen. Dann ständen eigene Bestleistungen im Vordergrund und nicht die Konkurrenz mit anderen Schülern.

Demütigung schlechter Sportler

Statt motivierend für wenig sportbegeisterte Kinder zu wirken, seien die Bundesjugendspiele eine jährliche Demütigung für die körperlich schwächeren Schüler. Die Teilnahmeurkunde halte die schlechte Leistung auch noch schriftlich fest und diene damit als Nachweis des Scheiterns. Viel Kritik findet auch die verpflichtende Teilnahme: Bei anderen Schulwettbewerben wie für Lesen oder Singen sei die Teilnahme ja auch freiwillig. Dadurch entstehe nur Zwang und sozialer Druck für die körperlich schwächeren Schüler. Das angestrebte Gemeinschaftsgefühl könne so auf keinen Fall entstehen. Darüber hinaus bemängeln die Befürworter der Abschaffung, dass individuelle körperliche Voraussetzungen im Leistungsvergleich keine Rolle spielen. Für Mädchen und Jungen unter elf Jahren gebe es jedoch unnötige Geschlechterunterschiede. Der Wettbewerb diene außerdem nicht als Training und ziele nicht darauf ab, individuelle Fähigkeiten zu verbessern. So hätten die Kinder bestimmt keinen Spaß am Sport. Einige Gegner der Bundesjugendspiele schlagen vor, lieber Gruppen- und Klassenkämpfe einzuführen. Dabei stände das Gemeinschaftsgefühl wesentlich stärker im Vordergrund. Auch eine Modernisierung des Wettbewerbs mit anderen Sportarten findet immer mehr Fürsprecher.

Einige Dinge erst später kaufen

Nicht alle Utensilien müssen oder können am ersten Schultag vorhanden sein. Besonders bei Schulheften, Umschlägen und Materialien für den Kunstunterricht unterscheiden sich die Ansprüche von Schule zu Schule. Die Lehrer teilen meistens am ersten Tag eine Liste mit den detaillierten Anforderungen aus. Alternativ gibt es auch Schulen, die selber alle notwendigen Produkte erwerben und später an die Schüler verteilen. Das gleiche gilt übrigens auch für Schulbücher, die die Eltern nur selten neu kaufen müssen. Meistens verleiht die Schule die benötigten Bücher für ein Jahr an die Schüler.

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